Freitag - 13. Oktober 2017

Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Übernahme von Monsanto durch Bayer:

Bayer unterzeichnet Vertrag zum Verkauf von bestimmten Crop-Science-Geschäften für 5,9 Milliarden Euro an BASF

Paket beinhaltet weltweites Glufosinat-Ammonium-Geschäft und ausgewählte Saatgut-Bereiche / Geschäfte erzielten 2016 einen Umsatz von insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro / Verkauf unterliegt dem erfolgreichen Abschluss der Übernahme von Monsanto / BASF verpflichtet sich, alle Arbeitsplätze der unbefristet beschäftigten Mitarbeiter für mindestens drei Jahre nach Abschluss der Transaktion zu erhalten

Leverkusen, 13. Oktober 2017 – Im Rahmen der geplanten Übernahme von Monsanto hat Bayer eine Vereinbarung zum Verkauf von bestimmten Crop-Science-Geschäften an BASF für 5,9 Milliarden Euro unterzeichnet. Die zu veräußernden Geschäfte erzielten im Jahr 2016 einen Umsatz von insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro. „Wir gehen aktiv auf die potenziellen Bedenken der Regulierungsbehörden ein, um einen erfolgreichen Abschluss der Monsanto-Transaktion zu ermöglichen“, erklärte Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. „Zugleich sind wir froh, dass wir mit BASF einen starken Käufer für unsere Geschäfte gefunden haben, der weiterhin die Bedürfnisse der Landwirte bedient und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristige Zukunftsperspektiven bietet.“ Die Transaktion muss von den Regulierungsbehörden genehmigt werden und wird erst wirksam, wenn die Übernahme von Monsanto durch Bayer erfolgreich abgeschlossen ist.

Die zu veräußernden Geschäfte umfassen das weltweite Glufosinat-Ammonium-Geschäft von Bayer und die dazugehörige LibertyLink™-Technologie zur Herbizidtoleranz sowie im Wesentlichen das gesamte Geschäft mit Saatgut in Feldkulturen einschließlich der entsprechenden Forschung und Entwicklung. Dazu gehören unter anderem das weltweite Geschäft mit Baumwollsaatgut (ohne Indien und Südafrika), die Rapsgeschäfte in Nordamerika und Europa sowie das Geschäft mit Sojasaatgut. Die Transaktion beinhaltet das entsprechende geistige Eigentum, Standorte sowie den Übergang von mehr als 1.800 Beschäftigten vor allem in den USA, Deutschland, Brasilien, Kanada und Belgien. Als Teil der Vereinbarung hat sich BASF dazu verpflichtet, die bestehenden unbefristeten Arbeitsverhältnisse zu vergleichbaren Konditionen für mindestens drei Jahre nach Abschluss der Transaktion fortzuführen.

„Wir bedanken uns bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die maßgeblich zum Erfolg dieser Geschäfte in den vergangenen Jahren beigetragen haben“, sagte Baumann. „Gleichzeitig ist uns bewusst, dass bestimmte Überschneidungen im gemeinsamen Produktangebot mit Monsanto adressiert werden müssen.“ Bayer arbeitet weiterhin intensiv mit den zuständigen Behörden zusammen mit dem Ziel, die geplante Monsanto-Übernahme bis Anfang 2018 abschließen zu können.

„Mit dieser Akquisition ergreifen wir die Gelegenheit, äußerst attraktive Geschäftsfelder in wichtigen Feldkulturen und Märkten zu erwerben. Wir freuen uns, diese innovativen und profitablen Geschäftsfelder weiterzuentwickeln und darauf, das erfahrene und engagierte Team der Sparten Pflanzenschutz, Saatgut und Traits bei BASF willkommen zu heißen. Diese Bereiche passen exzellent zum Portfolio der BASF-Gruppe“, so Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE.

„Ich bin sehr froh, dass Bayer mit BASF einen Käufer gewählt hat, der ebenso wie unser Unternehmen großen Wert auf Sozialpartnerschaft legt und bei dem die Beschäftigten einen hohen Stellenwert haben. In diesem Sinne begrüße ich, dass BASF sich verpflichtet hat, unseren Kolleginnen und Kollegen vergleichbare Konditionen zu bieten“, sagte Oliver Zühlke, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Bayer.

Bis zum Abschluss der Veräußerung wird Bayer als Eigentümer die Geschäfte weiterführen. Nach Abschluss der geplanten Übernahme von Monsanto wird Bayer in diesen Bereichen über die derzeitigen Aktivitäten, Produkte und Angebote von Monsanto weiterhin tätig bleiben.

Der Basiskaufpreis in Höhe von 5,9 Milliarden Euro beinhaltet nicht den Wert des Nettoumlaufvermögens und unterliegt bei Abschluss üblichen Anpassungen wie dem Wert der an BASF übertragenen Vorräte. Bayer wird den Nettoerlös der angekündigten Veräußerung zur teilweisen Refinanzierung der geplanten Übernahme von Monsanto verwenden. Ein Update zu den insgesamt erwarteten Synergien der Monsanto-Übernahme wird Bayer spätestens bis zum Abschluss der Transaktion veröffentlichen.

BofA Merrill Lynch und Credit Suisse sind die beratenden Banken von Bayer. Die rechtliche Beratung erfolgt durch Sullivan & Cromwell LLP, Dentons, Cohen & Grigsby sowie Redeker, Sellner & Dahs.

Mehr Informationen finden Sie unter www.bayer.de.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten. Tatsächliche Ergebnisse können wesentlich von den in solchen zukunftsgerichteten Aussagen enthaltenen Einschätzungen oder Vorhersagen abweichen. Faktoren, die zu einem solchen Abweichen tatsächlicher Ergebnisse führen können, sind unter anderem: Ungewissheiten bezüglich des Zeitpunkts des Vollzugs der Transaktion; das Risiko, dass die Parteien die von dem Unternehmenszusammenschluss erwarteten Synergien und Effizienzsteigerungen nicht innerhalb des erwarteten Zeitraums (oder überhaupt nicht) erzielen oder die Integration des Geschäftsbetriebs der Monsanto Company („Monsanto“) in die Bayer Aktiengesellschaft („Bayer“) nicht gelingt; dass die Integration von Monsanto schwieriger, zeitaufwendiger oder teurer verläuft als erwartet; dass die Umsätze nach dem Vollzug der beabsichtigten Transaktion niedriger ausfallen als angenommen; dass Betriebskosten, der Verlust bestehender Kundenbeziehungen oder Störungen des gewöhnlichen Geschäftsablaufs infolge der Ankündigung der Transaktion (einschließlich Schwierigkeiten in der Aufrechterhaltung bestehender Beziehungen mit Arbeitnehmern, Kunden oder Lieferanten) höher bzw. schwerwiegender ausfallen als erwartet; der mögliche Verlust wichtiger Schlüsselarbeitnehmer von Monsanto; Risiken im Zusammenhang mit der Ablenkung des Managements vom operativen Tagesgeschäft durch die Transaktion; dass die Bedingungen für den Vollzug der beabsichtigten Transaktion nicht erfüllt werden oder die erforderlichen behördlichen Genehmigungen nicht planmäßig oder zu den erwarteten Bedingungen eingeholt werden können; die Erfüllbarkeit der Erwartungen der Parteien hinsichtlich des Zeitpunkts, des Vollzugs sowie der steuerlichen und bilanziellen Behandlung des Unternehmenszusammenschlusses; die Folgen der Refinanzierung der im Zusammenhang mit der Transaktion aufgenommenen Kredite, die Folgen der Fremdkapitalaufnahme durch Bayer im Zusammenhang mit der Transaktion sowie deren mögliche Auswirkungen auf das Rating von Bayer; die Auswirkungen des Zusammenschlusses von Bayer und Monsanto, einschließlich der zukünftigen Finanzlage, des operativen Ergebnisses, der Strategie sowie der Pläne des kombinierten Unternehmens; weitere Faktoren, die in dem von Monsanto bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission („SEC“) eingereichten Jahresbericht (Form 10-K) für das am 31. August 2016 zu Ende gegangene Geschäftsjahr und anderen von Monsanto bei der SEC eingereichten Berichten (erhältlich unter www.sec.gov und auf Monsantos Webseite unter www.monsanto.com) beschrieben sind; sowie andere Faktoren, die in den von Bayer veröffentlichten Berichten (erhältlich auf der Bayer-Webseite www.bayer.de) beschrieben sind. Soweit rechtlich nicht anders vorgeschrieben, übernehmen Bayer und Monsanto keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Informationen zu aktualisieren. Zukunftsgerichteten Aussagen, deren Wirkung lediglich auf das Datum dieser Mitteilung abstellt, sollte keine unangemessene Bedeutung beigemessen werden.

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