Donnerstag - 24. September 2015

Entwicklung neuer Weizensorten in Sachsen-Anhalt:

Bayer CropScience baut Europäisches Zentrum für Weizenzucht in Gatersleben aus

Kapazität mit Investitionen in Höhe von rund 15 Millionen Euro verdreifacht
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Die neuen Gebäude des Europäischen Weizenzucht-Zentrums in Gatersleben

Monheim / Gatersleben, 24. September 2015 – Bayer CropSciene baut sein Europäisches Weizenzucht-Zentrum in Gatersleben in Sachsen-Anhalt aus. Das Unternehmen hat die Kapazität des 2012 eröffneten Komplexes auf dem Gelände des Biotechparks Gatersleben mit Investitionen in Höhe von rund 15 Millionen Euro verdreifacht. „Der Ausbau des Zuchtzentrums ist ein weiterer Meilenstein für unsere Weizen-Strategie“, sagte Frank Terhorst, der Leiter des Saatgutgeschäftes von Bayer, bei der Einweihung der neuen Gebäude.

Das Zentrum bewirtschaftet derzeit rund 40 Hektar Land, etwa 1.000 Quadratmeter Gewächshäuser und 1.300 Quadratmeter Labore und Büros. Dazu kommen weitere rund 1.000 Quadratmeter für die Saatgut-Aufbereitung. In den kommenden Jahren soll die Züchtung auf insgesamt 80 Hektar ausgeweitet werden.

Neben der Entwicklung von Sorten, die einen höheren Ertrag bieten oder widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind, koordinieren die derzeit 18 Mitarbeiter aus Gatersleben die gesamten Weizenzucht-Aktivitäten von Bayer CropScience in Europa mit Zuchtstationen in Frankreich und der Ukraine. Eine erste Weizensorte aus der Entwicklungsarbeit von Bayer wurde in diesem Jahr in der Ukraine unter dem Namen „Areal“ auf den Markt gebracht. Hybrid-Saatgut, das deutlich bessere Ertragsstabilität verspricht, wird voraussichtlich nach dem Jahr 2020 angeboten.

„Mit insgesamt sieben Zuchtzentren für Weizen weltweit haben wir jetzt die besten Voraussetzungen, um in den kommenden Jahren ein führendes Geschäft für Weizen-Saatgut aufzubauen“, sagte Terhorst. „Der Bedarf an Weizen wächst stetig und schneller als die Produktivität. Um sie zu steigern, ohne die Umwelt zu beeinträchtigen, brauchen wir Innovationen – deshalb investieren wir hier in Gatersleben intensiv in die Forschung. Seit dem Jahr 2000 haben extreme Witterungsbedingungen die globalen Weizenmärkte schon mehrfach destabilisiert.“

Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring erklärte: „Die umfangreichen Investitionen sind ein klares Bekenntnis von Bayer CropScience zum Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt. Der Ausbau des Weizenzuchtzentrums hebt die Entwicklung neuer Sorten und Zuchtmethoden auf eine neue Stufe und stärkt damit den gesamten Forschungscampus. Gatersleben wird so zur europäischen Drehscheibe der Weizenzüchtung. Besonders erfreulich ist dabei die enge Zusammenarbeit von Bayer CropScience mit dem renommierten Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung.“

„Die landwirtschaftliche Fläche wird nicht wesentlich wachsen, das heißt wir benötigen so dringend wie nie zuvor eine massive Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität“, sagte Gastredner Professor Dr. Jochen Christoph Reif, Leiter der Abteilung Züchtungsforschung des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben.

Wichtige Ziele der Weizenzüchter von Bayer CropScience sind die Ertragsstabilität, die Ertragssteigerung und die effiziente Nährstoffverwertung, zum Beispiel die Stickstoff- und Phosphoraufnahme. Aber auch die Anpassung von Weizensorten an Klimafaktoren wie Trockenheit oder Hitze ist ein Zuchtziel. Außerdem entwickeln die Züchter Sorten, die widerstandsfähig gegen Pilzerkrankungen sind und eine verbesserte Backqualität haben.

Bayer CropScience ist bereits Marktführer bei Pflanzenschutz-Produkten für Weizen und hatte 2010 mit dem Aufbau eines Geschäfts für Weizen-Saatgut begonnen. Die Arbeit in den sieben Weizen-Zuchtstationen in allen wichtigen Anbaugebieten wird durch Kooperationen mit führenden Institutionen ergänzt und bereichert. Ein Zehn-Jahres-Plan sieht Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro in die Erforschung und Entwicklung neuer Lösungen für Weizen bis 2020 vor – mit Hochertragssorten und neuen Pflanzenschutz-Lösungen, die den weltweiten Anbau von Weizen unterstützen sollen.

Über Bayer CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Bayer CropScience verantwortet als Teilkonzern der Bayer AG das Agrargeschäft und zählt mit einem Umsatz von 9,494 Milliarden Euro im Jahr 2014 zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine herausragende Produktpalette mit hochwertigem Saatgut, innovativen Pflanzenschutzlösungen auf chemischer und biologischer Basis sowie einen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft. Im Bereich der nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen verfügt Bayer CropScience über ein breites Portfolio von Produkten und Dienstleistungen zur Bekämpfung von Schädlingen in Heim und Garten bis hin zur Forstwirtschaft. Das Unternehmen beschäftigt 23.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten. Weitere Nachrichten zum Unternehmen unter: www.presse.bayercropscience.com

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Mehr Informationen finden Sie unter www.bayercropscience.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG